| Mein erstes Mal auf dem Cat |
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| Geschrieben von: Ruth van Stegen | |||
| Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 17:22 Uhr | |||
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Als mein Schwager Patrick vom diesjährigen Freizeitsegeln in Workum am Ijsselmeer erzählte, witterte ich meine Chance, das Catsegeln endlich mal auszuprobieren. Außerdem brauchte ich für die anstehende Festivalsaison sowieso noch pfandfreies Dosenbier -> also auf nach Holland! Zur seelischen Unterstützung packte ich meine Schwester Katrin ein, und so machten wir uns auf den Weg ins Land der gelben Nummernschilder. Am Campingplatz angekommen, sahen wir die ersten Segler gemütlich vor dem Mannschaftszelt des BHS sitzen, denen es bei 5 BF zu stürmisch zum Segeln war. Und ich sollte bei diesem Wind also zum ersten Mal aufs Wasser?! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das so gemütlich werden würde, wie meine Schwester mir von ihren Cat-Erfahrungen berichtete: Faul auf dem Trampolin liegen, ein Seil festhalten und die Sonne genießen! Während ein Teil der BHS-Gruppe noch eine längere Tour nach Makkum machte, bereitete ich mich am Strand seelisch schon mal auf die kommende Aktion vor.
Als die BHS-Ausflugstruppe zurückkam, blieb keine Zeit für Zweifel - > Patrick wollte bei diesem Wind keine Zeit an Land verschwenden und schnellstmöglich wieder aufs Wasser. Somit sollte es für mich auch sofort losgehen. Nachdem man mich mit diversen Gerätschaften (Trockenanzug, Gurte...) bewegungsunfähig gemacht hatte, gab es von Patrick noch ein paar kurze Erklärungen und Trockenübungen an Land, und bevor ich mich irgendwie wehren konnte, ging es ab in die Fluten. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr - > faul auf dem Trampolin liegen war wirklich nicht angesagt, dafür aber umso mehr das festhalten bzw. -klammern am Seil! Tatsächlich hing ich schon nach kurzer Zeit draußen im Trapez und quiekte teils vergnügt, teils verängstigt zur Belustigung von Patrick vor mich hin. Das Wichtigste schien mir, Patrick nicht zu verlieren und mit dem Cat alleine gelassen zu werden und so war es ja auch gar nicht so schlimm, als ich dann einmal über Bord gespült wurde. Patrick erklärte mir zum Glück auch ganz plausibel, was zu tun war: wieder an Bord kommen. Dank seiner tatkräftigen Unterstützung konnten wir recht schnell wieder zu zweit weitersegeln - bis zu meiner physischen und psychischen Erschöpfung nach circa 1 Stunde bei Vollgas. Patrick ist ja wie im Allgemeinen bekannt eher nicht der Typ der Zurückhaltung...! Wider Erwarten sind wir, das Boot und die Crew, dann auch beinahe unverletzt wieder gestrandet und ich kam endlich in den Genuss eines berühmten Landungsbieres, das ich mir jetzt echt verdient hatte. Ein paar Flaschen Bier und zwei Gemüseburger später kroch ich müde und zufrieden ins Zelt.
Nachdem wir gut Sonne getankt hatten, fuhren wir ausreichend gebräunt mit dem Kofferraum voll Dosenbier und leckeren Lakritzen nach Hause. Nicht nur wegen des pfandfreien Exportes hatte sich unser kleiner Segelausflug gelohnt!!!
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