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Hallo zusammen,
hier ein kleiner Bericht ber die Dutch Open in Medemblik, an der wir (Hendrik, Max und ich) am 12. und 13. Sept. teilgenommen haben.
Unsere erste Handlung nach der Ankunft am Freitag war die, den Bootsnamen an das bereits vorbereitete namenlose Heck zu kleben:
Dann haben wir das Boot ins Wasser gesetzt und am Steg beobachtet, wie einige Teams ihre Masten von Hand setzten, wovon ich bis dahin gar nicht sicher war, daß das geht ;-) Bereits am Freitag haben wir festgestellt, daß die Crews gar nicht auf den Booten übernachten; viele haben in Autos und Wohnwagen geschlafen, manche auch in Zelten. Bis auf eine einzelne Person eines anderen Teams waren wir die einzigen, die an Bord übernachtet haben.
Am Samstag erfolgte die Registrierung ganz unproblematisch, aber ich hatte ja zuvor schon mit dem Präsidenten der niederl. Klassenvereinigung gesprochen. Insgesamt waren 18 Boote (alle J/24) am Start, das älteste hatte die Segelnummer NED6!!!
Der Wind war im Vergleich zum Freitag abgeflaut und es herrschten gut segelbare Ende 4/Anfang 5, vielleicht in Böen auch 6 Windstärken. Alle Teams sind jedenfalls mit Fock und nicht mit Genua gestartet. Die Strecke:
-ca. Nord-
B A (Ziel)
C D (Start)
Kurs: Start - A - B - C/D - A - B - C/D - A (Ziel)
Limits waren jeweils 90 Min. für die gesamte Strecke, aber auch max. 25 Min. nach dem Erstplatzierten der jeweiligen Wettfahrt. Am Samstag sollten vier Wettfahrten stattfinden, am Sonntag drei.
Ich hatte ja schon vor einigen Wochen mit Alex herausgefunden, daß es für Fockbetrieb sinnvoll ist, die Schotblöcke von den unteren auf die oberen, vorderen Holepunktschienen zu versetzen, was wir auch getan
haben. (Der Nachteil hierbei ist, daß die Blöcke wieder auf die unteren, hinteren Schienen gesetzt werden müssen, wenn man auf Genua wechselt.) Der Spi war auch vorbereitet, aber nur für den Fall, daß der Wind nachläßt und wir ohne zu großes Risiko damit spielen können.
Bereits auf der Kreuz haben wir festgestellt, daß die anderen Boote, die uns schnell davon fuhren, einige Grad dichter am Wind fahren konnten und uns dadurch sehr schnell abgehängt haben. Auf der Kreuz haben wir vermutlich mehr Zeit verloren, als vorm Wind mit Schmetterling. Die anderen Teams haben bereits auf der ersten Vorwindstrecke auf Genua gewechselt, als wir das irgendwann auch erledigt hatten, hatten wir sogar den Eindruck, daß wir mit Genuaschmetterling gegenüber den vor uins, mit Spi segelnden Booten den Abstand ziemlich gut halten konnten.
Irgendwann haben wir die Spitasche verloren und mußten den Spi wieder aus dem Wasser fischen. Die Tasche haben wir nicht wiedergefunden. Wir haben ihn dann im Bootsinneren deponiert und vorbereitet und als der Wind nachließ haben wir es im zweiten Durchgang hinbekommen, die Strecke B - C/D einmal mit Spi zu segeln. Die nächsten Versuche gingen allerdings daneben -- einmal wanderte die STB-Spischot sogar komplett unter dem Boot her :-D
Beim zweiten Durchgang konnten wir das 90 min. Limit schon nicht einhalten und als wir während des dritten Durchgangs vor einer Überrundung standen, haben wir den Durchgang abgebrochen, um etwas mit dem Spi zu üben, haben ihn noch einigemal gesetzt bekommen aber dann auch irgendwann entnervt abgebrochen. Den vierten Durchgang sind wir dann wieder ohne Spi mitgesegelt und der erste und dieser waren auch die
einzigen, bei denen wir im Zeitlimit bleiben konnten.
Am Sonntag hatte der Wind wieder einen Zahn zugelegt und der Start wurde verschoben, wodurch schon absehbar war, daß es nur zwei statt der geplanten drei Wettfahrten geben würde. Wir sind noch zum Start der ersten Wettfahrt gefahren und hatten mächtig mit Wind und Welle zu kämpfen. Bereits beim Start haben wir sehr viel Zeit eingebüßt, weil wir immer relativ großen Abstand zum Startgetümmel gehalten haben, dann
machte uns neben Wind und Welle die Großschotrolle zu schaffen, deren Plastikkugeln sich in Brösel auflösten und die Großschot nur noch mit viel Kraftaufwand bedienen ließ. Da wir der Ansicht waren, daß wir für das Wochenende eh schon genug erlebt hatten, haben wir uns entschieden, bei dem Wetter keine unnötigen Risiken einzugehen, uns beim Schiedsboot abgemeldet und sind wieder zurück in den Hafen gefahren.
Hier noch die aufgezeichneten GPS-Logs der beiden Tage:
Da man, für die Regatta mind. vier gültige Wettfahrten absolvieren mußte, werden wir vermutlich nichteinmal als letzte gewertet werden, aber es ging an diesem Wochenende eh darum, Erfahrungen zu sammeln und
ich denke, daran hat es nicht gefehlt ;-) Einige Dinge konnten wir uns auch abschauen oder aufschnappen, z.B. daß man statt einer Rund-Spischot auch zwei Schoten verwenden kann und wie diese überhaupt über die ganzen Rollen etc. geführt werden. Dann habe ich noch mit einem Team gesprochen, das Topnant und Niederholer durchgehend am Baum befestigt hat und mir wurde auch erklärt, daß und wie es funktioniert. Von einem anderen Team habe ich erfahren, daß die J sich auch aus 90 Grad Krängung gut wieder aufrichtet, sofern alle Luken dicht sind. Dieses Team klebt grundsätzlich alle Kisten und Luken komplett mit Reparaturband ab, das habe ich am Sonntag kontrolliert ;-) Sie meinten, es könne einem nichts schlimmeres passieren, als daß einem z.B. die Backkisten voll Wasser laufen...
So weit, so gut und Gruß,
Dirk
PS: Ich habe gerade die Ergebnisse gesehen und dort werden wir 5x als dns geführt, was vermutlich damit zusammenhängt, daß ich uns mit deutscher Segelnr. gemeldet habe, die Segel aber mit MON55 beschriftet
waren. Ich habe zwar nach dem ersten Tag einen Änderungsantrag ausgefüllt, aber vermutlich wurde die Änderung nicht mehr für den ersten Tag berücksichtigt...
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